"Vertraue darauf, dass sich alles zum Guten wendet"

Daniela & Oskar

Schriftführerin & Arche-Helferin

Wie bin ich zur Arche gekommen?

Vor fast 6 Jahren sind wir nach dem schmerzlichen Verlust unserer Hündin auf die Arche4dogs aufmerksam geworden. Erst als Gassigänger, dann als Pflegestelle unter anderem für Debby, Sally, Senta, Zeus und Nelson. Im Mai 2019 kam unsere Mayla, damals Sofia zur Arche4dogs. Mein Freund hat sich sofort in sie verliebt, da Mayla sich ihn ausgesucht zu haben schien. Sie wich ihm bei unseren Besuchen nicht von der Seite. Ich weiß noch, wie Sabine und Maike sagten: „ Die darf nur zu Hundeerfahrenen. Als Einzelprinzessin.". Nun – Einzelprinzessin war sie bei uns ganze 3 Jahre. Dann kam Anny, mit einem schwerverletzten Hinterlauf aus Bosnien direkt zu uns auf Pflegestelle. Nach unserem Besuch beim Tierarzt und der erschütternden Diagnose, dass ihr Bein amputiert werden musste, haben wir sie bei uns zuhause gepflegt und aufgebaut, regelmäßige Physiotherapiebesuche waren ein Muss und sind es noch bis heute. Anny durch ihre Amputation zu begleiten, war sehr emotional und wir konnten sie nicht mehr abgeben. Wir sind dankbar, dass diese beiden Hundedamen zu unserer Familie gehören.

Diesen Moment werde ich nie vergessen

Im April 2022 durfte ich mit nach Bosnien fahren. Unser Asyl und die Pflegestellen besuchen und eigene Eindrücke von dem Land und dem Leben der Straßenhunde sammeln. Sehr bewegend war für mich der Besuch der Vetstation. In der Zwingeranlage saß er: Oskar. Ein Häufchen Elend. Abgegeben. Nicht mehr gewollt. Vergessen. Ohne Hütte, ohne Schutz. Eingesperrt. Wie gerne hätte ich ihm direkt geholfen. Am liebsten auf direktem Weg in mein Hotelzimmer… Es war ein wenig Überzeugungsarbeit mit Sabine und Maike und schlussendlich auch mit Mersad nötig. Denn auch damals waren die Plätze im Asyl begrenzt und voll. Was für eine Freude, als die Nachricht kam, dass Oskar ins Asyl darf. Wenige Wochen später kam er nach Deutschland und wurde recht schnell in ein schönes Zuhause vermittelt. Auch Kaya, die wir vor der Deponie aufgegabelt hatten, durfte ins Asyl und hat auch ihre Menschen hier in Deutschland gefunden.